Germanwings Kündigungswelle Corona

Die Luftverkehrsbranche ist von der Corona-Krise hart getroffen. Auch wenn das die Umwelt sehr freut, für viele Mitarbeiter in dieser Branche zeichnen sich nach Ende des Lockdowns schwierige Zeiten ab.

Lufthansa rechnet mit Rückgang der Nachfrage

Selbst die Lufthansa rechnet nach dieser Zeit mit einem erheblichen Rückgang der Nachfrage und hat deshalb angekündigt, viele Flugzeuge stillzulegen. Dazu gehört auch das Tochterunternehmen Germanwings komplett einzustellen. Eine sehr drastische Entscheidung, die erhebliche arbeitsrechtliche Probleme mit sich bringen wird. Wahrscheinlich auch betriebsbedingte Kündigungen. Hier könnte eine ähnliche Situation entstehen wie bei der Insolvenz von Air Berlin, die eine Massenentlassung und eine Vielzahl von (zum Teil erfolgreichen) Kündigungsschutzklagen nach sich zog.

Gewerkschaft Vereinigung Cockpit sehr enttäuscht

Bei der Germanwings sind etwa 500 Piloten und knapp 900 Flugbegleiter beschäftigt. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit zeigt sich sehr enttäuscht. Noch letzte Woche hatten sich Gewerkschaften mit der Arbeitgeberseite von Germanwings darauf verständigt, Kurzarbeit zu vereinbaren und so einen finanziellen Spielraum in der aktuellen Krise zu schaffen. Überraschend schlug die Lufthansa Group daraufhin die verhandelte Vereinbarung über eine Reduzierung der Personalkosten ab, so die Vereinigung Cockpit in ihrer aktuellen Pressemitteilung.

Die Lufthansa Group teilte mit, dass möglichst vielen Mitarbeitern eine Weiterbeschäftigung innerhalb der Lufthansa Group geboten werden soll, indem zügig mit den Sozialpartnern Gespräche vereinbart werden.

Erfahrungsgemäß ist jedoch damit zu rechnen, dass nun betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen werden.

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